IDJM 2026 – ILCA4 und ILCA6 auf dem Wannsee

Am heutigen Tag gingen die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften im ILCA4 und ILCA6 auf dem Wannsee zu Ende. Nach 4 Wettkampftagen standen die Sieger und Platzierten fest und Ole Reinhardt von Stahl Finow stand am Ende bei den ILCA6 in der U17-Wertung ganz oben.

Es waren 4 anstrengende und abwechslungsreiche Wettkampftage für die insgesamt 153 in der Wertung stehenden Segler. Das Wetter reichte von fast schon herbstlichen Starkwindbedingungen bis zu wechselnden und schwachen Winden bei sommerlichen 30°C. Die Bedingungen forderten aber nicht nur die Sportler, sondern auch die Offiziellen.

Aufregend waren aber auch die Tage vor der eigentlichen Regatta. Laut Ausschreibung waren jeweils 70  Segler in den Klassen ILCA4 und ILCA6 als oberste Teilnehmergrenze vorgesehen. Bei den ILCA6 kein Problem, da nur knapp 70 gemeldet hatten, bei den ILCA4 waren es aber ungefähr 90 Meldungen.

Eigentlich reichen für die Qualifikation zur IDJM bei den ILCA nach deren eigenen Statuten 25 Ranglistenpunkte. Die hatten aber alle Gemeldeten erreicht. Durch die Klassenvereinigung wurde dann beschlossen, entsprechend der laufenden Rangliste von oben durchzuzählen. So gelangte zum Beispiel unser Malte doch unter die Startberechtigten.

Ein Paar Tage später ruderte der Verein aber wieder zurück. Auf Grund eines Wiedergutmachungsantrags eines Seglers und der daraufhin durch die Jury ergangenen Entscheidung mußte durch die Klassenvereinigung eine neue Qualifikationsrangliste erstellt, bei der nur die innerhalb der Mitgliedschaft zur DLAS (Laser Klassenvereinigung) gesegelten Regatten gezählt wurden und da war Malte wieder raus. Dies betraf aber nicht nur ihn, sondern 17 weitere Segler. Die Aufregung im DSV war danach so groß, dass die Ausschreibung nach nur einem Tag geändert wurde, so dass doch fast alle der 17 zwischenzeitlich abgelehnten mitfahren durften.

Nach diesen Anlaufschwierigkeiten wurde es aber doch noch eine schöne Veranstaltung. Montag und Dienstag wurden die Boote vermessen. Dabei mußten z.B. Nummern oder Buchstaben in Segeln geändert werden oder es wurden Kleinigkeiten an den Booten bemängelt. Ab Mittwoch wurde dann gesegelt.

Der Veranstalter hatte für die 4 Wettfahrttage jeweils 3 Wettfahrten geplant. Das klappte Mittwoch und Donnerstag auch sehr gut. Hier wehte der Wind mit 3-4 Bft und in den Böen ballerte es sogar mit bis zu 6, kurzzeitig sogar 7 Bft. Ab Freitag wurde es aber schwieriger mit dem Wind. Die erste Tageswettfahrt lief noch ganz gut, bei der zweiten schwächelte der Wind und zur Dritten war er dann löchrig und drehte, so daß es keine dritte Wettfahrt mehr gab.

Der Veranstalter plante daher für den letzten Segeltag 4 Wettfahrten zu fahren. Das Wetter hatte jetzt aber beschlossen, dass Sommer ist. Es wurde sonnig und heiß, der Wind ließ sich dafür aber Zeit. Nach 3 Stunden Startverschiebung an Land wurde um 13:00 Uhr abgebrochen, das Pastabuffet und die Siegerehrung wurden vorgezogen.

Aus Brandenburg waren insgesamt 17 Segler am Start. Neben dem kompletten Team Brandenburg hatten sich noch 4 ILCA4 und 1 ILCA6 für die IDJM qualifiziert. Bei den ILCA4 war zu merken, dass ihnen noch etwas die Erfahrung bei so einem großen Event fehlt. Außer Valentin, der einen hervorragenden 13. Platz ersegelte blieben alle in der 2. Hälfte, hatten aber trotzdem gemeinsam Spaß auf dem Wasser und an Land.

Ole, als er das erste mal als Erster um die Luftonne ging (Bild von Hannes) und Zwischenwertung nach Tag 2 (Bild DLAS)

Bei den ILCA6 sah es für die Brandenburger besser aus. Neben dem herausragenden Ergebnis von Ole konnten sich Eva Luise auf Platz 18 / Platz 6 bei den U17 und Matti auf Platz 23 dicht an der Spitze zeigen. Aber auch die anderen waren nicht so weit entfernt.

Ole hatte schon in den Frühjahrsregatten gezeigt, dass mit ihm auch auf dem Wannsee oder Havel zu rechnen ist. Er gewann den Willi-Möllmer und war beim Wannsee-Pokal in der Top 10.

Bei der IDJM hatte er schon am ersten Tag recht gute Platzierungen und war am Ende des Tages immerhin schon sechster. Am zweiten Tag steigerte er sich aber stark und schob sich mit zwei Dritten und vor allem dem Sieg im zweiten Tagesrennen auf Platz 3 der Zwischenwertung nach vorne. Das bedeutete auch, dass er am Freitag mit einem roten Leibchen unterwegs war. 

Das rote Leibchen schien ihn noch mehr zu motivieren, denn er gewann auch gleich die erste Tageswettfahrt. Für die Gesamtwertung war es dann nicht mehr so schlimm, daß er durch einen taktischen Fehler nur auf dem 37. landete. Ein Streicher darf sein. Ein drittes Rennen gab es nicht mehr und auch diesen Tag beendete er als Dritter der Gesamtwertung.

Ole mit seinem Trainer Hannes

Am Sonnabend passierte auf dem Wasser dann nichts mehr und so wurde Ole strahlender Dritter der Gesamtwertung und Sieger bei den U17 und konnte mit zwei Pokalen nach Hause fahren.

Für Stahl Finow waren auch Morris und Malte mit bei der IDJM. Sie schlugen sich gut in den Rennen. Für beide sind solch große Felder aber immer noch eine Herausforderung. Morris kommt inzwischen gut mit seinem ILCA6 zurecht und bereut den recht frühen Umstieg nicht. Und Malte war als Ende 2012 Geborener, einer der jüngsten Starter bei der IDJM. Bei den ILCA4 waren die ältesten Jahrgang 2008.

Die Gesamtergebnisse sind wie so oft bei manage2sail zu finden:

Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft 2026 – ILCA 4 & 6 – 20.07.2026 – 25.07.2026